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» Baumfällungen für den Böverstpark

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21. Januar 2011

In der letzten Bürgersprechstunde, die ich zusammen mit Anne Krischok abgehalten habe, äußerte sich eine Bürgerin besorgt ob der vielen Baumfällungen für die Herstellung des Böversparks in Lurup (Lurups neue grüne Mitte).
Ich habe diese Frage aufgegriffen und in der Sitzung des Regionalausschusses II das Amt dazu befragt, wie viele Gehölze bisher entfernt wurden, ob noch weitere Fällungen anstehen und wieviel Neupflanzungen vorgesehen sind. Die Auskunft des Amtes hat dazu Folgendes ergeben:

Anzahl der im März 2010 gefällten Bäume: (für die Fällmaßnahme wurde eine Pressemitteilung herausgegeben und im Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport wurde auf die notwendigen Fällungen hingewiesen):

Bereich Zauberwald (neuer Zugang zur Jevenstädter Straße) und im Bereich des geplanten Mehrgenerationenplatzes
Stammdurchmesser 0,10- 0,40 m 49 Stück
und 0,40 – 0,60 m 04 Stück
Gesamtstückzahl: . 53 Stück
Gehölze kleiner 0,10 m sind nicht berücksichtigt.

Anzahl der für Frühjahr 2010 zur Fällung vorgesehenen Bäume: Festlegung nach örtlicher Einschätzung.Stammdurchmesser bis 0,40 m: bis 10 Stück. Gehölze kleiner 0,10 m sind nicht berücksichtigt.

Demnach wurden 53 Bäume gefällt bzw. werden noch 10 weitere Bäume gefällt werden.

Neupflanzungen:
Als neu zu pflanzende Bäume sind 58 Stück Hochstammbäume mit einem Stammumfang von 20/25 cm vorgesehen. Darüber hinaus sind mehrere hundert Stück heimische Großsträucher sowie hunderte Stauden zur Nachpflanzung vorgesehen.

Erläuterung:
Die Grüne Mitte Lurups zu revitalisieren und zu entwickeln ist für unsere planerische Arbeit erklärtes Ziel. Unsere vorgesehene, behutsame Weiterentwicklung der Grünanlage wurde in Beteiligungsveranstaltungen hinlänglich vorgestellt. Hierzu gehört es auch den Charakter des Zauberwaldes zu erhalten und zu entwickeln. Neben dem Erhalt der ruderalen Gehölzvegetation gibt es natürlich weitere Gesichtspunkte die hierbei zu beachten sind. Hierzu gehören zum Beispiel die Verbesserung des subjektiven Sicherheitsempfindens in diesem Abschnitt des Parkes durch die Anlage eines Weges und die verbesserte Anbindung an die vorhandenen Flächen, insbesondere die durch den Bebauungsplan Lurup 58 vorgegebene Anbindung an die Jevenstedter Straße. Ein solcher Weg muss, um für Pflegefahrzeuge benutzbar zu sein eine Mindestbreite von ca. 2 m – 2,5 m haben. Dies wiederum macht es erforderlich eine Wegetrasse von ca. 3-4 m freizumachen, um diesen Weg bauen zu können. Der Verlauf des geplanten Weges war im Beteiligungsverfahren zu jeder Zeit dargestellt worden und erläutert worden.
Um den Zauberwald dauerhaft zu erhalten ist es durch Entnahme von Gehölzen notwendig Licht für Nachpflanzungen zu schaffen, die den Bestand dann verjüngen können. Darüber hinaus haben wir im Zauberwald viele (leider) tote (Obst-)Gehölze, welche aus Verkehrssicherungsverpflichtung nicht stehen bleiben können. Allerdings werden wir insbesondere Obstbäume im Park neu pflanzen. Weiter können die wild aufgewachsenen Gehölze, meist Weichholzarten (Pappel etc.), mittelfristig zu einer Gefahr werden, da die Lebensdauer nur als gering und die Bruchgefährlichkeit als hoch einzustufen ist.
Der starke Bebauungsdruck, welcher im Bebauungsplan ausgewiesen ist und welcher auf den Randbereichen der Grünfläche lastet, wird die Grünanlage auch in naher Zukunft weiter einschränken. Dies ist sehr bedauerlich und macht es auch aus meiner Sicht um so mehr notwendig die Qualität und Vielfalt der Grünflächen möglichst hoch auszubilden. Für Naturschutzbelange gilt dies allerdings gleichermaßen wie für Belange der Erholung und Nutzung durch Menschen. Um die Grünanlage dafür herzurichten gilt es gesunde Kompromisse einzugehen. So ist das Bestehen von Biotopen neben intensiv genutzten Flächen in der Stadt auch weiterhin unumgänglich. Dies macht es beispielsweise erforderlich die Gehölzpflanzung nördlich des vorhandenen Regenrückhaltebeckens um wenige Meter zurückzunehmen, um für die Grünanlage sonnige, nutzbare Erholungsflächen zu erhalten.

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