DOWNLOAD

Pressemitteilung von Frank Schmitt

03.11.2014

Fluglärm in Lurup - Weitere Schritte zur Eindämmung sind nötig

Weitere Schritte zur Eindämmung sind nötig
Eigentlich sollte es über Lurup nach Abschluss der Bauarbeiten an einer der Start- und Landebahnen des Hamburger Flughafens wieder ruhiger werden. In der Wahrnehmung vieler Luruperinnen und Luruper hat sich diese Hoffnung jedoch nicht erfüllt. Die Beschwerden über Fluglärm halten nach wie vor an. Frank Schmitt erklärt dazu: „Ich habe vollstes Verständnis für den Unmut der betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Gerade in den frühen Morgenstunden und den späten Abendstunden und an den Wochenenden braucht jeder ein bisschen Ruhe. Nachdem auch an den vergangenen beiden Wochenenden zahlreiche startende Flugzeuge Lurup überflogen haben, stellt sich die Frage, ob die bestehenden Bahnbenutzungsregeln eingehalten werden. Dem werde ich nachgehen!“ Nach den Bahnbenutzungsregeln sollen Starts Richtung Norden (Ohmoor/Quickborn) erfolgen, um möglichst wenig Menschen mit dem Fluglärm zu belasten. Die Regeln stehen unter dem Vorbehalt, dass dies unter Aspekten der Flugsicherheit möglich ist. Die Entscheidung trifft der jeweils diensthabende Lotse der Deutschen Flugsicherung nach pflichtgemäßen Ermessen. „Da es bei der Start- und Landerichtung jedoch letztendlich nur um eine Problemverlagerung handelt, ist die Erhöhung der Landeentgelte für laute Flugzeugmodelle ein richtiger Schritt zur Problemlösung“, so Schmitt weiter. Der Flughafen Hamburg hat angekündigt, Anfang 2015 seine Entgeltordnung anzupassen. Dabei soll der Lärmzuschlag für die beiden höchsten Lärmklassen mit den lautesten Flugzeugen um bis zu 45 Prozent erhöht, der Lärmzuschlag für die mittleren Lärmklassen um bis zu 13 Prozent angehoben werden. Auch die Zuschläge für Starts und Landungen in den Tagesrand- und Nachtzeiten sollen drastisch erhöht werden. In der Zeit von 22:00 bis 22:59 Uhr steigt der Zuschlag von 100 auf zukünftig 150 Prozent. In der Zeit nach 23:00 Uhr von momentan 200 auf dann 300 Prozent. Damit setzt der Flughafen einen wichtigen Punkt des interfraktionellen Zehn-Punkte-Plans der Bürgerschaft um, der maßgeblich von der SPD-Fraktion initiiert wurde. „Es ist schwierig, die absolute Zahl der Starts und Landungen zu regulieren“, so Frank Schmitt: „Mit den Entgelten können hingegen positive und vor allem finanzielle Anreize für die Fluggesellschaften gesetzt werden, um den Lärm für alle Beteiligten zu senken.“
Hintergrundinformationen:
Die Deutsche Flugsicherung bietet auf Ihrer Homepage als Information und für jedermann zugänglich die sog. Stanly Tracks an. Dort sind Darstellungen von Flugverläufen im Nahverkehrsbereich des Flughafens einsehbar. Die Flugspuren für den Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel können dort aufgerufen werden: http://www.dfs.de/dfs_homepage/de/Flugsicherung/Umwelt/Flugverl%C3%A4ufe%20online/Hamburg/ Die Schriftliche Kleine Anfrage (Drs. 20/13084) die Frank Schmitt zum Thema Fluglärm in Lurup bereits am 17. September 2014 gestellt hatte und die Antwort des Senates liegt dieser Pressemitteilung noch einmal bei.


Pressemitteilung von Frank Schmitt: Fluglärm in Lurup - Weitere Schritte zur Eindämmung sind nötig | pdf | 0.1 MB