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Presssemitteilung von Frank Schmitt

23.01.2018

Familien in Hamburg

Bericht „Familien in Hamburg“ erschienen
Berufstätigkeit möglichst beider Elternteile und Bildungschancen der Kinder sind die besten Armutspräventionen für Kinder

Die Hamburgische Bürgerschaft hat im April 2015 den Senat gebeten, im Laufe der Legislaturperiode vier Teilberichte über die Lebenslage ausgewählter Bevölkerungsgruppen auf Basis aktueller und vorhandener Erhebungen zur Diskussion zu stellen, um Wirksamkeit und Ausrichtung des Senatshandelns zu reflektieren. Diese Berichterstattung ist auch Teil des Regierungsprogramms der rot-grünen Koalition auf Bürgerschaftsebene. „Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration hat zum Ende des vergangenen Jahres den Bericht ‚Familien in Hamburg‘ erstellt und der Bürgerschaft vorgelegt. Mit diesem Bericht kann die Bürgerschaft nun ihr Handeln überprüfen und gegebenenfalls nachsteuern“, sagt Frank Schmitt, der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete für den Hamburger Westen. In dem 116-seitgigen Bericht werden auf Grundlage von Daten die aktuelle Lebenssituation von Familien und die Entwicklungen in den vergangenen Jahren dargestellt. „Die Schaffung guter Rahmenbedingungen für Familien und die Beseitigung von Armutsrisiken bleibt eine dauerhafte Aufgabe der Familien- und Sozialpolitik. Wir haben mit unseren politischen Entscheidungen dafür gesorgt, dass die Armutsgefährdungsquote in Hamburg im Jahr 2016 insgesamt leicht gesunken ist. Jedoch müssen wir leider auch zur Kenntnis nehmen, dass die Armutsgefährdungsquote der unter Achtzehnjährigen, Alleinerziehenden und Mehrkindfamilien etwas angestiegen ist“, fasst Frank Schmitt, der auch Vorsitzender des Familienausschusses ist, zusammen. Dies entspräche in etwa den bundesweiten Tendenzen und sei kein Hamburger Phänomen. Es liege nicht allein in der Hand Hamburgs, direkten Einfluss auf die Armutsgefährdungsquote zu nehmen. Diese hänge von der allgemeinen wirtschaftlichen Situation in den Regionen, der jeweiligen Zu- und Abwanderung, den regional unterschiedlichen Lohnniveaus und weiteren Faktoren ab. Zwei Punkte gehen eindeutig aus dem Bericht hervor: Zum einen ergibt sich in der Regel die wirtschaftliche Situation der Kinder direkt aus der Situation der Eltern. Die Berufstätigkeit möglichst beider Elternteile ist die beste Armutsprävention für Kinder. „Deshalb haben wir in Hamburg viel dafür getan, dass Eltern gute Möglichkeiten haben, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren, und somit Familie und Beruf gut vereinbaren können. Mit der bedarfsgerechten Kinderbetreuung und der ganztägigen Betreuung an Schulen nimmt Hamburg bundesweit eine sehr gute Position ein und bietet den Eltern gute Möglichkeiten für eine Berufstätigkeit“, so Frank Schmitt. Zum anderen sind Bildungschancen der Kinder von größter Bedeutung, damit sie sich aus Armutslagen lösen können. „In Hamburg sind Bildungsangebote von der Kita über die Schule bis an die Universität überwiegend kostenfrei gestaltet“, hebt Frank Schmitt hervor. Dies komme insbesondere auch Alleinerziehenden und Mehrkindfamilien zugute, die gemessen am Haushaltseinkommen besonders hohe kinderbezogene Ausgaben haben.
Die Regelsysteme Kindertagesbetreuung und Schule wurden seit der Regierungsübernahme der SPD gestärkt und sind darauf ausgerichtet, Chancen und Teilhabe von Kindern unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft zu schaffen. „In diesen Bereichen müssen wir die Anstrengungen aufrechterhalten. Der Schulerfolg muss noch weiter vom Sozialstatus des Elternhauses entkoppelt werden und kein Kind darf ohne Schulabschluss bleiben“, argumentiert der Familienpolitiker Frank Schmitt. Mit der Kindertagesbetreuung wird versucht, frühzeitig besonders diejenigen Kinder zu erreichen, die in ihren Elternhäusern kein Deutsch sprechen, um sie für einen Krippenbesuch zu gewinnen und die Eltern zu überzeugen, dass dies die Sprache und die Integration der Familie fördert. Lotsenprojekte sprechen Familien mit Migrationshintergrund an, die noch nicht gut integriert oder neu zugewandert sind, und unterstützen bei der Orientierung im deutschen Bildungssystem. Weiterhin unterstützen die Jugendberufsagenturen Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren beim Übergang von der Schule in den Beruf. Arbeitsagentur, Jobcenter, Bezirksämter und Schulbehörde bieten dabei Beratung und Hilfe aus einer Hand. Eine vordingliche Aufgabe bleibt die Integration von zugewanderten Menschen. „Der Senat hat hierzu ein umfassendes Integrationskonzept verabschiedet, das integrationspolitische Ziele, Zielwerte und Indikatoren formuliert, die regelmäßig überprüft werden“, sagt Frank Schmitt. Integrationsfortschritte werden so transparent und messbar gemacht. In der Jugend- und Familienhilfe setzt die rot-grüne Koalition auf präventive Angebote. Mit den Frühen Hilfen erhalten in Zusammenarbeit mit der Gesundheitshilfe bereits Schwangere und Familien mit Neugeborenen passgenau die Unterstützung, die sie benötigen. „Damit soll eine Verfestigung von Problemlagen vermieden und ein gutes Aufwachsen der Kinder von Anfang an gefördert werden. Durch die niedrigschwelligen Angebote der Familienbildung und -beratung, die Vernetzung und Kooperation der Einrichtungen und Fachkräfte und durch den Ausbau sozialräumlicher Hilfen und Angebote finden Familien in den sozial belasteten Stadtteilen je nach Problemlage vielfältige Unterstützungsangebote“, sieht Frank Schmitt darin die beste Vorbeugung, um Kinder gute Startmöglichkeiten für ihr Leben zu gewähren. Auch im Rahmen der Integrierten Stadtteilentwicklung werden gezielt die Stadtteile mit baulichen und sozialen Maßnahmen unterstützt, in denen viele belastete Familien wohnen. „Nicht zuletzt haben wir als SPD seit 2011 den Wohnungsbau in Hamburg angeschoben, damit ausreichend Wohnraum zur Verfügung steht und das Preisgefüge sich mittelfristig entspannt“, zählt Frank Schmitt eins der zentralen Wahlversprechen der SPD auf. Im sozialen Wohnungsbau sollen im Jahr 2017 3.000 Wohnungen entstehen. „Alle diese Maßnahmen werden fortgeführt und weiterentwickelt, um die Lebenslagen von Familien und die Startchancen von Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft und Einkommen ihrer Eltern zu verbessern. Der Bericht ‚Familien in Hamburg‘ wird uns dabei helfen und ein Kompass sein, wie wir Familien und Kinder unterstützen können, damit sie nicht in die Armut rutschen beziehungsweise sich aus ihr befreien können“, schließt Frank Schmitt. Der Lebenslagenbericht „Familien in Hamburg“ steht im Internet auf der Seite der Behörde für Familien, Arbeit, Soziales und Integration zum Herunterladen bereit. In begrenzter Anzahl können auch gedruckte Exemplare im Abgeordnetenbüro von Frank Schmitt, Luruper Hauptstraße 274, 22547 Hamburg abgeholt werden. „Da ich nur eine geringe Anzahl von ausgedruckten Exemplaren zur Herausgabe anbieten kann, empfiehlt sich vorher die Verfügbarkeit abzufragen“, sagt Frank Schmitt. Frank Schmitt liest mit großem Interesse den Lebenslagenbericht "Familien in Hamburg".

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an:
Alexander Hund
Persönlicher Referent von Frank Schmitt, MdHB
SPD-Abgeordnetenbüro Frank Schmitt
Luruper Hauptstraße 274, 22547 Hamburg
Tel: 040 / 87 600 466, Fax: 040 / 87 600 467
E-Mail: abgeordnetenbuero@frank-schmitt.info
Internet: www.frank-schmitt.info


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