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Presssemitteilung von Frank Schmitt

10.02.2016

Eltern-Kind-Zentren und Elternlotsen fördern Integration

Integrationsmaßnahmen für geplante Großunterkünfte: Eltern-Kind-Zentren und Elternlot-sen sollen bei der Integration in den Stadtteil helfen und Familien an Kinderbetreuungsan-gebote heranführen. Diesem Vorschlag der rot-grünen Koalition folgte die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Plenarsitzung am Mittwoch. Der SPD-Abgeordnete und Vorsitzende des Familienausschusses Frank Schmitt erklärt dazu: „Mit den Eltern-Kind-Zentren und den Elternlotsen wird auf bereits erfolgreiche und bewährte Konzepte zurückgegriffen. Nun gilt es der großen Zahl der zu uns kommenden Kinder und Familien Rechnung zu tragen und diese Angebote auszubauen.“
Eltern-Kind-Zentren (EKiZ) sind Anlaufstellen für Eltern, deren Kinder (noch) nicht in die Kita gehen. Neben zahlreichen Kursangeboten für Eltern und ihre Kinder, bieten die Erzie-herinnen dort ebenso Informations- und Beratungsangebote an. Die deutsche Sprache wird dabei gleich mit vermittelt. Gerade geflüchtete Eltern und Kinder können auf diesem Weg frühzeitig an die institutionelle Kindertagesbetreuung herangeführt werden, die sie aus ihren Herkunftsländern so oft nicht kennen. Um die Integrationschancen über die EKiZ bestmöglich zu nutzen, werden diese an die im Stadtteil bereits vorhandenen Kindertagesstätten angegliedert und stehen somit allen dort lebenden Eltern und Kindern offen. „Wir verfolgen den Ansatz, dass wir keine parallelen Strukturen schaffen, sondern die In-tegration in den Stadtteil fördern wollen“, unterstreicht Frank Schmitt. „Auf diese Weise profitieren alle Kinder und Eltern in Hamburg von einem verbesserten Angebot.“

2016 sollen zu den bereits vierzig bestehenden zunächst zwei zusätzliche EKiZ in Betrieb gehen, die anderen dann sukzessive parallel zur Errichtung der Großunterkünfte einge-richtet werden. Gleichzeitig werden an die EKiZ qualifizierte Elternlotsen mit eigenem Migrationshintergrund angebunden. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Familien in ihren Wohnunterkünften anzusprechen und in die Angebote der Eltern-Kind-Zentren oder anderer Einrichtungen zu begleiten. Damit übernehmen sie eine wichtige Funktion als Ansprechpartner sowie als Kultur- und Sprachvermittler.
Die rot-grüne Koalition schafft damit die finanzielle Grundlage für einen wichtigen Baustein einer gelingenden Integration. Der Ausbau von Eltern-Kind-Zentren und Elternlotsen ist Teil der insgesamt 25 Punkte umfassenden Integrationsinitiative, die die beiden Regierungsfraktionen bereits im Dezember in die Hamburgische Bürgerschaft eingebracht hatten.

Anlage:


Drs. 21/2996 - Antrag GRÜNE + SPD: Eltern-Kind-Zentren und-Elternlotsenprojekte im Umfeld von Flüchtlingsunterbringungen mit der Perspektive wohnen | pdf | 16 KB

Zurverfügungstellen von Haushaltsmitteln für die Verstärkung bestehender Eltern-Kind-Zentren und für die Einrichtung von zwei zusätzlichen Zentren im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften; Durchführung von zwei zusätzlichen Lotsenprojekten für Flüchtlinge



Presssemitteilung von Frank Schmitt: Eltern-Kind-Zentren und Elternlotsen fördern Integration | pdf | 0.1 MB